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151 – Wie die Jeans entstand – Die Geschichte von Levi Strauss

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Veröffentlicht von
Elmir

JEANS – die meisten von uns tragen sie aber nicht jeder kennt ihren Uhrsprung. Alles begann in Buttenheim bei Bamberg. Denn dort kam 1829 Löb Strauss auf die Welt. Löb war der Sohn eines armen Hausierers, der verstarb als Löb gerade mal 16 Jahre alt war. Nach dessen Tot geriet die Familie in wirtschaftliche Not und so wanderten Löb, seine Mutter und seine zwei Schwestern 1847 nach Amerika aus, denn dort waren bereits seine 2 Brüder, die sich in New York mit dem Textilhandel ihr Geld verdienten. Löb änderte fortan seinen Namen in Levi, erwarb die amerikanische Staatsbürgerschaft und betätigte sich am Geschäft seiner Brüder.

Zu der Zeit wurde Amerika vom Goldrausch heimgesucht. Die Nachricht von Goldfunden verbreitete sich, von der Amerikanischen West- bis zur Ostküste. Die Goldräusche brachten 1000 Arbeiter aus aller Welt dazu, ihren Arbeitsplatz aufzugeben und samt der Familie zu solch einem Goldfeld zu ziehen um dort ihr Glück zu suchen. 1853 folgte auch Levi dem Goldrausch und zog gemeinsam mit seinem Schwager und seinem Bruder nach San Francisco. Jedoch nicht wegen der Goldsuche, sondern viel mehr aus wirtschaftlichen Gründen. Denn gemeinsam mit seinen 2 Begleitern gründete er dort einen Handel für Stoff und Kurzwaren und fand schnell heraus was Goldschürfer so benötigen. Er erweiterte sein Sortiment um Zahnbürsten, Hosenträger, Knöpfe und Ausgehkleidung.

 Immer mehr Goldschürfer kauften bei ihm ein und er bemerkte schnell, dass diese einen großen Hosenverschleiß und zerrissene Hosen mit sich brachten. So überlegte er wie diesen Problem am besten zu lösen sei und fand schnell heraus, dass Goldschürfer strapazierfähige Hosen brauchen, wegen der harten Arbeit, die sie in den Mienen leisten. Er entwarf also Hosen aus einem starken Baumwoll-Segeltuch, doch die Nähte der Hosentaschen waren nicht robust genug, denn die Goldschürfer stopften ihre Hosentaschen stets mit Material aus den Minen voll.

Erst Ende 1870 kam ein Schneider namens Jacob Davis, den Levi mit Stoff belieferte, auf die Idee, die Ecken der Hosentaschen und das untere Ende des Hosenlatzes mit Nieten eines Pferdegeschirrs zu verstärken. Weil ihm Geld für sein Verfahren fehlte, welches er 1872 entwickelte, wandte er sich an Levi. Dieser unterstützte die Idee und gemeinsam meldeten sie 1873 das Patent an.

Ihre Hosen stießen auf eine große Nachfrage und innerhalb des ersten Jahres verkauften sie ganze 5.875 Hosen. Als Markenzeichen färbten sie ihre Arbeiterhosen als einheitlich in einem Indigo blauen Farbton und verzierten sie mit orangefarbigen Nähten. Diese neuen Goldschürfer-Hosen sprachen sich schnell rum und neben den bisherigen Arbeitern, fanden auch Cowboys, Holzfäller und Farmer gefallen an ihnen und zählten fortan zum Kundestamm der beiden Gründer.

1902 verstarb Levi und konnte leider nicht miterleben wie seine Arbeiterhosen in ganz Amerika in aller Munde waren. Später, als die Hosenträger durch Gürtel ersetzt wurden, trug die Arbeiterhose nun auch die Jugend Amerikas und durch den zweiten Weltkrieg, wo viele  amerikanische Soldaten auf europäischem Boden kämpften, gelangten diese Hosen auch nach Europa.

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